Versuche in Großbritannien für experimentellen Bundibugyo-Ebola-Impfstoff beginnen

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Die Chancen scheinen gestapelt zu sein. Wieder.

Achthundert Leben. Über zweitausend Erkrankte. Das ist die Zahl der Menschen, die der aktuelle Ausbruch des Bundibugyo-Ebolavirus in der Demokratischen Republik Kongo fordert. Es bewegt sich schnell. Es tötet schnell. Und in den letzten Monaten hatten wir keine Waffe, um es zu stoppen.

Aber im Vereinigten Königreich ist eine neue Impfung in klinische Studien am Menschen eingetreten.

Der Kandidat, bekannt als ChAdOx BDBV, ist nicht nur ein weiteres Medikament im Regal. Es handelt sich um einen experimentellen Impfstoff, der speziell gegen den Bundibugyo-Stamm entwickelt wurde, der derzeit für das Chaos in Afrika sorgt. Die Vaccine Group der Universität Oxford startete die erste Studie am Menschen. Sie testen Sicherheit und Immunantwort.

Warum Standard-Ebola-Impfungen hier nicht funktionieren

Sie fragen sich vielleicht, warum wir nicht einfach den Impfstoff verwenden, der bereits auf dem Markt ist. Derjenige, der während des massiven Ausbruchs in Westafrika zwischen 2014 und 2016 Tausende gerettet hat?

Es funktioniert nicht.

Dieser vorhandene Schuss zielt auf das Zaire-Ebolavirus ab. Bundibugyo ist ein anderes Biest. Genetische Unterschiede zwischen den beiden Stämmen bedeuten, dass der alte Impfstoff kaum oder gar keinen Schutz gegen diesen neuen Ausbruch bietet. Bundibugyo, erstmals 2007 in Uganda gesichtet, ist eine von sechs bekannten Ebolavirus-Arten. Es hat die gleiche schreckliche DNA: schwere Krankheiten, hohe Todesraten und die Fähigkeit, Gemeinschaften zu zerstören.

Da der zugelassene Impfstoff hier wirkungslos ist, bleibt den Gesundheitsteams die schwere Arbeit überlassen. Schnelle Diagnose. Kontaktverfolgung. Infektionskontrolle. Unterstützende Pflege. Sie warten auf neue medizinische Gegenmaßnahmen, um diese Lücke zu schließen.

„Der Start dieser ersten Studie am Menschen … ist ein wichtiger Meilenstein … und der Höhepunkt einer bedeutenden Anstrengung.“

— Professorin Katrina Pollock

Wie der neue Impfstoff funktioniert

ChAdOx BDBV nutzt die ChAdOx1-Plattform. Ja, die gleiche Technologie steckt hinter dem COVID-19-Impfstoff von Oxford-AstraZeneca. Dabei wird ein Schimpansen-Adenovirus verwendet, um den genetischen Code des Virus an unser Immunsystem zu übermitteln.

Das Ziel? Trainieren Sie den Körper, Bundibugyo zu erkennen, bevor er die Chance bekommt, zuzuschlagen.

An dieser Phase-I-Studie nehmen zunächst 50 gesunde Freiwillige teil. Die Frage ist einfach: Ist es sicher? Stimuliert es eine starke Immunantwort?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte den Ausbruch im Kongo am 17. Mai zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite. Seitdem hat er sich rapide verschärft. Medizinische Experten haben Mühe, es einzudämmen. Professor Teresa Lambe, die leitende wissenschaftliche Forscherin der Studie, stellte fest, dass der Impfstoffkandidat nur 57 Tage nach dieser Notstandserklärung entwickelt wurde.

„Unser Team hat unermüdlich gearbeitet … und gezeigt, wie kooperative Partnerschaften eine schnelle Reaktion ermöglichen können.“

— Professorin Teresa Lambe

Was als nächstes passiert

Phase-I-Studien sind klein. Bei ihnen geht es vor allem um die Sicherheit. Wenn die 50 Freiwilligen den Impfstoff gut vertragen und ihr Immunsystem wie erwartet reagiert, hört die Forschung nicht auf.

Weitere Studien würden wahrscheinlich untersuchen, ob die Impfung Menschen bei künftigen Ausbrüchen tatsächlich schützt. Es ist keine Garantie. Es ist eine Möglichkeit.

Die aktuelle Situation in der Demokratischen Republik Kongo bleibt weiterhin düster. Ohne einen bewährten Impfstoff verlassen sich die Gemeinden auf die üblichen düsteren Maßnahmen zur Eindämmung. Aber dieser Prozess, der in Großbritannien begonnen wurde, während im Kongo Menschen sterben, bietet einen Funken Hoffnung. Ein neues Werkzeug in der Box.

Es bewegt sich langsam durch die Wissenschaft. Aber im Notfall sind 57 Tage eine Ewigkeit.

Wird es funktionieren? Wir werden es nicht genau wissen, bis die Daten vorliegen. Aber zum ersten Mal haben wir einen gezielten Schuss, der direkt auf die spezifische Sorte zielt, die durch Afrika fegt.

Der Rest wartet. Und zuschauen. Und hoffen.