Wie George Palade die unsichtbare Stadt in Ihren Zellen kartierte

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Der menschliche Körper ist eine Festung. Das wissen Sie instinktiv. Aber die meiste Zeit des 20. Jahrhunderts versuchten Biologen, die Architektur zu verstehen, ohne den Bauplan zu sehen. Betreten Sie George E. Palade.

Er schaute nicht nur auf Zellen. Er lernte, sie rechtzeitig einzufrieren, sie dünner als einen Gedanken zu schneiden und mithilfe der Elektronenmikroskopie in ihre tiefsten Tiefen zu blicken. Seine Arbeit trug nicht nur zum Lehrbuch bei. Es hat das Handbuch darüber, wie das Leben auf mikroskopischer Ebene funktioniert, neu geschrieben.

Palade wurde 1912 in Iași, Rumänien, geboren und war ein Mann zweier Welten. Er erwarb 1940 seinen Medizinabschluss an der Universität Bukarest. Er blieb und lehrte, bis die Asche des Zweiten Weltkriegs erkaltet war. Dann überquerte er 1946 den Atlantik. Er landete am Rockefeller Institute in New York und trug einen Werkzeugkasten an Techniken mit sich, die die Wissenschaft für immer verändern würden.

Das Geheimnis der Mikrosomen

Vor Palades Arbeit war das Innere der Zelle verschwommen. Wissenschaftler wussten von Mitochondrien (den Kraftwerken). Sie wussten vom Golgi-Apparat (dem Postamt). Aber es gab eine mysteriöse Substanz namens „Mikrosomen“.

Was waren sie? Alle gingen davon aus, dass es sich nur um zerbrochene Mitochondrienstücke handelte. Fragmente. Trümmer.

Palade hat ihnen das Gegenteil bewiesen.

Mit fortschrittlichen Zentrifugationstechniken und Gewebevorbereitungsmethoden, die er mitentwickelt hatte, zeigte er, dass Mikrosomen kein Müll sind. Sie waren funktionelle, lebenswichtige Teile des endoplasmatischen Retikulums – des inneren Autobahnsystems der Zelle. Sie waren mit Ribonukleinsäure (RNA) gefüllt.

Wir nennen sie heute Ribosomen. Das ist einer der kritischsten Begriffe in der Biologie. Ohne Ribosomen kann die Zelle keine Proteine ​​aufbauen. Ohne Proteine ​​existieren Sie nicht. Palade identifizierte sie. Er gab ihnen einen Namen. Er erklärte ihre Funktion.

Ein gemeinsames Erbe

Er arbeitete nicht im luftleeren Raum. Er teilte sich 1974 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin mit Albert Claude und Christian de Duve. Der Preis würdigte ihre Entdeckung, dass „Zellen organisierte Einheiten sind“. Palades spezifischer Beitrag? Er lieferte den visuellen Beweis und die strukturelle Klarheit.

1952 wurde er eingebürgerter US-amerikanischer Staatsbürger. 1958 war er Professor für Zytologie am Rockefeller. Aber er machte weiter Druck. 1972 zog er nach Yale. 1990 ließ er sich dann an der University of California, San Diego (UCSD) nieder. Dort fungierte er als Dekan für wissenschaftliche Angelegenheiten. Er baute ein außergewöhnliches Zellbiologieprogramm auf. Er ging 2001 als emeritierter Professor in den Ruhestand.

Er starb am 7. Oktober 2008 im Alter von 95 Jahren in Del Mar, Kalifornien.

Warum es jetzt wichtig ist

Sie fragen sich vielleicht, warum ein Mann, der vor über einem Jahrzehnt gestorben ist, immer noch wichtig ist. Es ist einfach. Jedes Mal, wenn ein Arzt ein Medikament verschreibt, das auf einen bestimmten Zellweg abzielt, oder wenn ein Forscher untersucht, wie ein Virus Ribosomen für die Replikation kapert, wandeln sie in dem von Palade kartierten Raum.

Seine Arbeit beantwortete das „Wie“ der zellulären Organisation. Wie werden Nährstoffe verarbeitet? Wie werden Proteine ​​synthetisiert? Wohin gehen sie als nächstes?