Verrät der Trauminhalt Ihren Persönlichkeitstyp?

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Wahrscheinlich haben Sie diesen Moment schon einmal erlebt: Sie wachen aus einem bizarren Traum auf und fragen sich, ob er etwas darüber aussagt, wer Sie wirklich sind. Es fühlt sich intuitiv an. Schließlich ergießt sich so viel von unserem Innenleben in den Schlaf. Aber kann man den Persönlichkeitstyp einer Person tatsächlich anhand ihrer Träume bestimmen?

Die Traumexpertin Veronica Tonay ging in ihrem Buch „Every Dream Interpreted“ darauf ein. Sie weist darauf hin, dass einige Studien zwar versucht haben, die Persönlichkeit im Wachzustand mit Trauminhalten zu verknüpfen, die Ergebnisse jedoch nicht so umfangreich oder eindeutig sind, wie man erwarten würde. Die Daten sind chaotisch. Es handelt sich nicht um eine einfache Eins-zu-Eins-Zuordnung.

Dennoch gibt es Muster.

Typ A vs. Typ B: Der Stressfaktor

Wenn Sie eine Typ-A-Persönlichkeit sind, sind Sie wahrscheinlich getrieben. Es herrscht ein nahezu konstanter Innendruck. Sie wollen Ergebnisse. Du willst sie jetzt.

Diese Menschen haben beunruhigendere Träume als Typ-B-Persönlichkeiten. Menschen vom Typ B sind im Allgemeinen ruhiger und entspannter. Der Stress Ihres Wachlebens scheint sich direkt auf Ihre Schlaflandschaft auszuwirken.

Zwielichtträume und Autoritarismus

Es gibt ein bestimmtes Schlaffenster, das als „Dämmerungsabschnitt“ bezeichnet wird. Dies ist, wenn Sie einschlafen.

Menschen, die von Träumen aus dieser Dämmerungsphase berichten, neigen dazu, weniger ängstlich zu sein. Sie sind ausgeglichener. Sie akzeptieren sich selbst. Sie sind auch weniger konform.

Umgekehrt neigen Menschen, die sich nicht an diese Dämmerungsträume erinnern, dazu, im Wachleben autoritärer zu sein. Dieses Verhalten erstreckt sich auch auf ihre Träume. Sie passen sich der Gruppe an. Sie verurteilen diejenigen, die das nicht tun.

„Wer sich nicht an ‚Zwielicht‘-Träume erinnert, neigt dazu, im Wachleben autoritärer zu sein und sich auch in seinen Träumen typisch autoritär zu verhalten.“

Sensibilisatoren vs. Repressoren

Wie Sie mit Angst umgehen, ist wichtig.

Sensibilisatoren sind Menschen, die sich ihrer Angst bewusst sind. Sie spüren es stark. Sie schieben es nicht weg.

Diese Personen träumen häufiger von zukünftigen Ereignissen und der Vergangenheit. Sie verarbeiten Zeit.

Menschen, die im Wachzustand ihre Gefühle unterdrücken, träumen weniger von der Zukunft oder der Vergangenheit. Sie meiden es.

Kreativität und Setting

Kreative Menschen träumen anders. Ihre Träume spielen sich in ungewöhnlichen, abwechslungsreichen Umgebungen ab. Sie bleiben nicht in den häufigen Wohnträumen weniger kreativer Menschen hängen.

Sie träumen von kreativen Beschäftigungen. Sie träumen vom Verlust. Sie träumen von Kindern. Sie träumen davon, Hindernisse in der Natur zu überwinden.

Hier gibt es einen Vorbehalt. Die Häufigkeit sexueller Träume ist bei kreativen Menschen unterschiedlich. Es hängt davon ab, ob sie im wachen Leben tatsächlich etwas Kreatives tun oder nicht. Wenn sie nicht kreativ sind, können sich die sexuellen Träume verschieben.

Intuition und Introversion

Intuitive Menschen neigen dazu, kreativ zu sein. Sie erinnern sich an mehr „große“ Träume. Das sind numinöse, archetypische Träume. Sie sind lebendig. Sie sind unvergesslich.

Menschen, die Informationen lieber über ihre fünf Sinne aufnehmen, erinnern sich nicht so oft an diese Träume.

Introvertierte konzentrieren sich auf die innere Welt der Ideen und Gefühle. Sie erinnern sich an mehr „kleine“ Alltagsträume. Diese sind weniger lebendig. Sie spiegeln alltägliche Anliegen wider. Sie enthalten reale Szenarien und Charaktere.

Extrovertierte erinnern sich nicht so sehr an diese kleinen Träume. Allerdings erinnern sich sowohl Extrovertierte als auch Introvertierte gleichermaßen oft an archetypische Träume. Das Medium diskriminiert da nicht.

Denken vs. Fühlen

Wie Sie Entscheidungen treffen, verändert Ihre Träume.

Denktypen treffen Entscheidungen auf der Grundlage logischer Analysen. Sie neigen dazu, emotionalere Träume zu haben. Sie erleben im Schlaf mehr Emotionen als Gefühlstypen.

Gefühlstypen treffen Entscheidungen auf der Grundlage von Prinzipien und Werten. Ihre Träume scheinen weniger emotional aufgeladen zu sein oder zumindest eine andere Textur zu haben.

Große Träume gegen kleine Träume

Es hilft, die Terminologie zu kennen.

Numinöse Träume (oder archetypische „große“ Träume) sind lebendig und einprägsam. Sie mögen mythologisch sein. Sie haben Struktur und Thema mit Volksmärchen gemeinsam. Sie enthalten Archetypen.

Persönliche unbewusste Träume (oder „kleine“ Träume) sind weniger lebendig. Sie sind weniger einprägsam. Sie spiegeln alltägliche Anliegen wider. Sie enthalten reale Szenarien und Charaktere.

Man kann eine Seele nicht vollständig einem Schlafzyklus zuordnen