Eingeklemmte Nerven beim Gewichtheben: Ursachen verstehen und heilen

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Krafttraining ist ein wirksames Instrument für Gesundheit und Fitness, birgt jedoch Risiken. Ein häufiges Problem bei Kraftsportlern sind eingeklemmte Nerven – ein schmerzhafter Zustand, der durch eingeklemmte Nerven im Körper entsteht. In diesem Artikel erfahren Sie, was beim Gewichtheben zu eingeklemmten Nerven führt, wie man sie erkennt und welche Strategien zur Behandlung und Vorbeugung es gibt.

Was passiert, wenn ein Nerv eingeklemmt wird?

Das menschliche Nervensystem ist ein komplexes Nervennetzwerk, das für die Übertragung von Signalen durch den Körper verantwortlich ist. Nerven leiten Empfindungen (wie Schmerz oder Berührung) weiter und lösen Muskelbewegungen aus. Wenn diese Nerven gequetscht werden – durch Muskeln, Knochen, Sehnen oder Knorpel – wird ihre Funktion gestört, was zu Beschwerden führt. Zu den Symptomen gehören Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schwäche im betroffenen Bereich.

Der Ort ist unterschiedlich: Eingeklemmte Nerven können in der Wirbelsäule (Ischias, was Schmerzen im Bein verursacht), in den Handgelenken (die Finger betreffen) oder im Nacken auftreten. Der Schweregrad reicht von leichten Reizungen bis hin zu kräftezehrenden Schmerzen, die das tägliche Leben beeinträchtigen.

Gewichtheben als Auslöser

Schweres Heben und sich wiederholende Bewegungen belasten den Körper erheblich. Dies macht Gewichtheber besonders anfällig für eingeklemmte Nerven. Eine Studie aus den Jahren 2009–2018 ergab, dass über 21 % der peripheren Nervenverletzungen mit Bewegung, Sport oder Freizeit in Zusammenhang stehen.

Das Risiko besteht nicht nur im hohen Gewicht; Auch schlechte Technik, Überbeanspruchung und mangelnde Flexibilität tragen dazu bei. Verspannte Muskeln um die Nerven herum oder eine falsche Form, die die Wirbelsäule belastet, können schnell zu einer Kompression führen.

Die Zeichen erkennen

Achten Sie neben Schmerzen auch auf diese Warnzeichen:

  • Taubheitsgefühl : Ein Gefühlsverlust in einem bestimmten Bereich.
  • Kribbeln : Ein „Kribbelgefühl“-Gefühl.
  • Muskelschwäche : Schwierigkeiten, Muskeln zu bewegen oder zu kontrollieren.

Das Ignorieren dieser Symptome und das Unterdrücken der Schmerzen kann den Zustand verschlimmern.

Behandlung und Genesung

Der erste Schritt ist Ruhe. Das Weiterheben mit einem eingeklemmten Nerv wird das Problem nur verschlimmern. Passen Sie Ihre Routine an: Konzentrieren Sie sich auf Aktivitäten, die den betroffenen Bereich nicht belasten. Wenn beispielsweise Ihr Nacken das Problem ist, wechseln Sie zu Unterkörperübungen wie stationärem Radfahren oder Kniebeugen mit dem eigenen Körpergewicht.

Schwerwiegendere Fälle erfordern möglicherweise einen medizinischen Eingriff:

  • Schienen oder Halsbänder : Ruhigstellen des betroffenen Bereichs, um den Druck zu verringern.
  • Physiotherapie : Gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur und Verbesserung der Nervenfunktion.
  • Chirurgie (selten) : Nur für Extremfälle, bei denen andere Behandlungen versagen.

Wichtig: Konsultieren Sie immer einen Arzt, bevor Sie Medikamente einnehmen, auch rezeptfreie Entzündungshemmer, da diese Nebenwirkungen haben können.

Prävention ist der Schlüssel

Der Schutz Ihrer Nerven erfordert einen ganzheitlichen Ansatz:

  1. Gute Haltung : Achten Sie beim Sitzen, Stehen und Heben auf die richtige Ausrichtung.
  2. Richtige Hebetechnik : Beugen Sie die Knie, halten Sie das Gewicht nahe am Körper und vermeiden Sie eine Belastung des Rückens. Lassen Sie sich bei Bedarf von einem Trainer beraten.
  3. Kraft und Flexibilität : Konzentrieren Sie sich auf die funktionelle Kraft (Bewegungen, die reale Aktivitäten nachahmen) und nicht nur auf Masse. Integrieren Sie Dehnübungen, um Muskelverspannungen zu lösen.
  4. Abwechslung : Wechseln Sie die Übungen regelmäßig, um Verletzungen durch Überbeanspruchung vorzubeugen. Muskeln passen sich an Stress an, sodass eine Änderung Ihrer Routine sie dazu zwingt, auf neue Weise zu arbeiten.

Das Ignorieren dieser Praktiken ist ein Rezept für Verletzungen. Vorbeugende Maßnahmen sind weitaus wirksamer als die Behandlung chronischer Schmerzen.

Eingeklemmte Nerven beim Gewichtheben sind mit der richtigen Vorgehensweise vermeidbar. Durch die Priorisierung der richtigen Technik, Flexibilität und Erholung können Sportler ihr Risiko minimieren und langfristig stark bleiben.