Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Zeit, die benötigt wird, um in den REM-Schlaf zu gelangen, ein früher Indikator für einen kognitiven Verfall sein könnte, der insbesondere mit der Alzheimer-Krankheit zusammenhängt. Die Studie, an der 128 Erwachsene teilnahmen, ergab einen starken Zusammenhang zwischen dem verzögerten Einsetzen des REM-Schlafs und erhöhten Spiegeln von mit der Krankheit verbundenen Proteinen sowie verringerten Spiegeln eines wichtigen Proteins für die Gehirngesundheit.
Der Zusammenhang zwischen REM und Gehirngesundheit
Der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) ist entscheidend für die Gedächtniskonsolidierung, das Lernen und die emotionale Regulierung. Diese neue Studie weist darauf hin, dass Personen, die länger als 193 Minuten brauchen, um in ihren ersten REM-Zyklus einzutreten, höhere Werte an Amyloid-Beta und phosphoryliertem Tau aufweisen – Proteine, die sich bekanntermaßen im Gehirn von Alzheimer-Patienten ansammeln.
Wichtigste Ergebnisse der Studie
Um zu ihren Schlussfolgerungen zu gelangen, verwendeten die Forscher eine Kombination aus Schlafstudien über Nacht, Bildgebung des Gehirns und Blutuntersuchungen:
- Verzögerte REM-Latenz: Teilnehmer mit langsamerem REM-Einsetzen hatten deutlich höhere Werte an Alzheimer-assoziierten Proteinen.
- Reduzierter BDNF: Personen mit verzögerter REM-Phase zeigten auch einen 39-prozentigen Rückgang des aus dem Gehirn stammenden neurotrophen Faktors (BDNF), einem lebenswichtigen Protein für die Gesundheit von Neuronen und die Gedächtnisfunktion.
- Korrelation, nicht Kausalität: Die Studie beweist zwar nicht, dass eine verzögerte REM-Phase Alzheimer verursacht, deutet jedoch darauf hin, dass sie als früher Biomarker dienen könnte.
So unterstützen Sie gesunde REM-Zyklen
Die Forschung bestätigt, dass die Wahl des Lebensstils die Schlafarchitektur beeinflussen kann. Experten empfehlen mehrere Strategien zur Verbesserung des REM-Schlafs:
- Alkohol einschränken: Besonders vor dem Schlafengehen, da er den Schlafzyklus stört.
- Konsistenter Zeitplan: Die Aufrechterhaltung eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus verbessert das REM-Timing.
- Stressmanagement: Chronischer Stress beeinträchtigt die Schlafqualität und den Beginn der REM-Phase.
- Optimale Umgebung: Ein kühles, dunkles und ruhiges Schlafzimmer fördert einen tieferen und erholsameren Schlaf.
„Träumen ist möglicherweise mehr als nur ein skurriler Zeitvertreib für das Gehirn; es könnte ein Fenster zur langfristigen kognitiven Gesundheit sein.“
Diese Studie unterstreicht die Bedeutung der Priorisierung der Schlafgesundheit als proaktive Maßnahme zur Erhaltung der Gehirnfunktion. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Schutz des REM-Schlafs eine Schlüsselstrategie zur Minderung des Risikos eines kognitiven Verfalls sein könnte.






























