Medizinischer KI-Betrug: So schützen Sie sich vor neuen Bedrohungen

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Künstliche Intelligenz verändert das Gesundheitswesen rasant, doch dieser Fortschritt hat eine Schattenseite: immer ausgefeiltere Betrügereien, die darauf abzielen, Ihr Geld, medizinische Daten oder beides zu stehlen. Betrüger nutzen mittlerweile Deepfake-Videos, geklonte Stimmen und realistische Fake-Websites, um Menschen vorzutäuschen, dass sie mit seriösen Gesundheitsdienstleistern interagieren. Die finanziellen, medizinischen und emotionalen Risiken sind real; Opfer können Geld verlieren, vertrauliche Gesundheitsinformationen werden gestohlen oder sie können sogar schädliche oder unwirksame Behandlungen erhalten.

Das wachsende Problem: Diese Betrügereien untergraben das Vertrauen in digitale Gesundheitsplattformen und -anbieter und erschweren den Menschen den Zugang zu legitimer Gesundheitsversorgung. Die Zunahme von KI-gestütztem Betrug erfordert sofortiges Bewusstsein und Vorsicht.

Erkennen Sie die Warnsignale

KI-Betrügereien basieren auf Dringlichkeit, Geheimhaltung und Anfragen nach vertraulichen Informationen. Deepfakes können überzeugend aussehen. Wenn sich also etwas komisch anfühlt, überprüfen Sie die Quelle direkt über offizielle Kanäle. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • Druck, sofort zu handeln oder die Transaktion geheim zu halten.
  • Anfragen nach persönlichen, medizinischen oder Zahlungsdaten.
  • Versprechen von „Wunderheilungen“ oder rezeptfreien Medikamenten.
  • Ungewöhnliche Zahlungsmethoden wie Geschenkkarten, Kryptowährung oder Überweisungen.
  • Videos oder Stimmen mit unnatürlicher Kadenz oder leichten Verzerrungen.
  • Rechtschreibfehler oder subtile Logovariationen.

Schützen Sie Ihre Daten

Geben Sie niemals Ihre Sozialversicherungsnummer, Versicherungsdaten oder Ihre vollständige Krankengeschichte über Links, Nachrichten oder Pop-ups weiter. Betrüger ahmen sichere Patientenportale nach, um diese Daten zu sammeln. Wenn also eine Website oder ein Chatbot vor der Überprüfung Ihrer Identität nach vertraulichen Informationen fragt, hören Sie sofort damit auf und wenden Sie sich direkt an Ihren Anbieter. Seriöse Kliniken werden niemals personenbezogene Daten über ungesicherte Kanäle anfordern.

Sichere Zahlungspraktiken

Vermeiden Sie Überweisungen, Prepaid-Karten oder Kryptowährungen für Zahlungen im Gesundheitswesen. Diese Methoden sind schwer aufzuspüren und rückgängig zu machen, weshalb sie von Betrügern bevorzugt werden. Stellen Sie sicher, dass jede von Ihnen genutzte Website verschlüsselt ist (suchen Sie nach „https“ in der URL), um unbefugten Zugriff zu verhindern.

Überprüfen Sie medizinische Quellen

Bevor Sie einer medizinischen Behauptung glauben, bestätigen Sie die Quelle. Viele KI-Betrugsmaschen übernehmen Logos, Namen und Abbildungen echter Ärzte, um legitim zu wirken. Besuchen Sie die offizielle Website des Anbieters, um Kontaktinformationen, Adresse und Lizenz über Ihre staatliche Ärztekammer oder das DocInfo-Tool der Federation of State Medical Boards zu überprüfen.

Vorsicht vor gefälschten Empfehlungen

KI kann gefälschte Empfehlungen erstellen, die echt erscheinen. Wenn Sie einen Arzt oder eine Berühmtheit sehen, die online für ein Produkt wirbt, bestätigen Sie die Empfehlung auf ihren verifizierten Konten. Seien Sie skeptisch gegenüber Behauptungen über „Wunderergebnisse“ oder schnelle Lösungen, die Kennzeichen irreführender medizinischer KI-Praktiken sind.

Vermeiden Sie nicht verifizierte Online-Apotheken

Gefälschte Online-Apotheken verwenden KI-generierte Logos, Erfahrungsberichte und „FDA-zugelassene“ Abzeichen, um echte Websites nachzuahmen. Betrüger nutzen die Nachfrage nach Medikamenten wie Ozempic und Wegovy aus, indem sie gefälschte Geschäfte eröffnen und Ärztestimmen klonen, um nicht existierende Produkte zu verkaufen. Kaufen Sie Medikamente nur in lizenzierten Apotheken, die im Apothekenausschuss Ihres Staates aufgeführt sind, oder in BeSafeRx von der FDA. Vermeiden Sie Websites, die verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept anbieten oder hohe Rabatte versprechen.

Erkennen Sie gefälschte Telegesundheitsplattformen

Betrüger erstellen überzeugende Telegesundheits-Websites, die ausschließlich der Datenerfassung dienen. Stellen Sie sicher, dass die Webadresse mit der offiziellen Domain Ihres Anbieters übereinstimmt, und vermeiden Sie die Weitergabe von Links über soziale Medien oder E-Mail. Überprüfen Sie Bewertungen oder Benachrichtigungen, bevor Sie sich engagieren.

Was tun bei Betrug?

Wenn Sie auf eine verdächtige Anzeige, einen verdächtigen Chatbot oder eine verdächtige Telemedizin-Website stoßen, beenden Sie die Interaktion sofort. Machen Sie Screenshots als Beweismittel. Melden Sie den Betrug der FTC unter ReportFraud.ftc.gov und benachrichtigen Sie den Anbieter, wenn sein Name oder sein Bild verwendet wurde. Wenn Sie finanzielle Daten mitgeteilt haben, wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank. Wenn Sie persönliche oder Versicherungsinformationen eingegeben haben, besuchen Sie IdentityTheft.gov, um einen Wiederherstellungsplan zu erstellen.

Das Fazit: KI-gestützte medizinische Betrügereien werden immer ausgefeilter. Gehen Sie mit KI-Gesundheitstools vorsichtig um und überprüfen Sie die Informationen stets bei vertrauenswürdigen Quellen und Ihrem Arzt, um Ihre Privatsphäre, Finanzen und Gesundheit zu schützen.


Redaktionelle Quellen:

  • Federal Trade Commission (FTC)
  • Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC)
  • US-amerikanische Food & Drug Administration (FDA)
  • Federation of State Medical Boards (DocInfo)