Palliativversorgung bei metastasiertem Blasenkrebs: Verbesserung der Lebensqualität

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Die Diagnose eines metastasierten Blasenkrebses bringt eine Reihe komplexer Herausforderungen mit sich – Tests, Termine und Behandlungen, die sich schnell überwältigend anfühlen können. Palliativpflege bietet eine entscheidende Unterstützungsebene und konzentriert sich neben der aktiven Krebsbehandlung auf die Linderung von Symptomen und die Maximierung des Wohlbefindens. Die frühzeitige Integration dieses Ansatzes kann zu weniger Ängsten, weniger Depressionen und einer insgesamt besseren Lebensqualität führen.

Wie Dr. Marcin Chwistek vom Fox Chase Cancer Center erklärt, geht es bei der Palliativpflege nicht darum, aufzugeben; Es geht darum, Patienten vor unnötigem Leiden zu schützen und gleichzeitig den effektivsten Behandlungsweg zu verfolgen. So funktioniert es in der Praxis:

Umgang mit Schmerzen bei metastasiertem Blasenkrebs

Das Schmerzempfinden variiert, daher muss die Behandlung individuell erfolgen. Zu den häufigsten Beschwerden gehören:

  • Becken- und viszerale Schmerzen: Tiefe, schmerzende Schmerzen aufgrund von Tumoren können mit rezeptfreien Schmerzmitteln, Kortikosteroiden oder Opioiden behandelt werden. Nervenschmerzen können auf Medikamente wie Gabapentin ansprechen.
  • Nebenschmerzen: Wenn Tumore auf den Harnleiter drücken, ist die Beseitigung der Obstruktion durch Verfahren wie Stenting oft die wirksamste Lösung, obwohl Medikamente eine vorübergehende Linderung verschaffen können.
  • Knochenmetastasen: Es können auf den Knochen gerichtete Wirkstoffe (Bisphosphonate, Denosumab), Kortikosteroide, NSAIDs (sofern die Nierenfunktion dies zulässt), Opioide und auf die Nerven zielende Medikamente eingesetzt werden. Auch eine kurzzeitige palliative Bestrahlung kann innerhalb von Wochen zu einer deutlichen Schmerzlinderung führen. Interventionelle Optionen wie intrathekale Pumpen oder Nervenblockaden sind ebenfalls verfügbar.

Umgang mit krebsbedingter Müdigkeit

Müdigkeit ist bei Krebspatienten weitaus schwächender als alltägliche Müdigkeit. Es ist auf die Krankheit selbst, Behandlungen, Anämie, emotionalen Stress oder hormonelle Veränderungen zurückzuführen.

Palliativpflege begegnet diesem Problem durch:

  • Medizinische Beurteilung: Die Identifizierung zugrunde liegender Ursachen wie Anämie, Elektrolytstörungen oder Schlafstörungen ermöglicht gezielte Interventionen (Medikamente, Transfusionen).
  • Körperliche Unterstützung: Es hat sich widersprüchlich gezeigt, dass moderate Bewegung (Gehen, Widerstandsübungen) Müdigkeit reduziert und die geistige Gesundheit verbessert.
  • Ernährungsunterstützung: Ernährungsberater können durch kleine, häufige Mahlzeiten oder Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, die Proteinaufnahme zu steigern, Mängel zu beheben und ernährungsbedingte Symptome zu lindern.
  • Emotionale und kognitive Unterstützung: Therapeuten können Bewältigungsstrategien vermitteln, den Schlaf verbessern und Patienten dabei helfen, ihre Energie für das Wesentliche zu priorisieren.

Urologische und gastrointestinale Pflege: Komfort und Funktion schützen

Palliativpflege umfasst die Behandlung von Harn-, Nieren- und Darmproblemen, die bei fortgeschrittenem Blasenkrebs häufig auftreten:

  • Harnprobleme: Blasenkrämpfe und häufiges Wasserlassen beeinträchtigen den Schlaf und die Würde. Medikamente wie Oxybutynin, direkte Blasenbehandlungen, strategisches Flüssigkeitstiming oder palliative Bestrahlung können helfen.
  • Nierengesundheit: Urologen können Ureterstents oder Nephrostomiekanülen verwenden, um den Druck durch blockierten Urinfluss zu verringern. Palliativteams stellen sicher, dass diese Verfahren mit den Zielen des Patienten übereinstimmen.
  • Darmgesundheit: Opioidbedingte Verstopfung wird mit PAMORAs (Methylnaltrexon, Naloxegol) behandelt. Immuntherapiebedingter Durchfall erfordert eine sofortige Behandlung, einschließlich Steroiden und Ernährungsumstellungen.

Die nächsten Schritte unternehmen

Palliativpflege ist kein Ersatz für eine onkologische Behandlung; Es ist eine Partnerschaft, die dafür sorgen soll, dass es den Patienten so gut wie möglich geht. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Onkologen über die Integration der Palliativversorgung. Ressourcen wie das Center to Advance Palliative Care und die National Hospice and Palliative Care Organization können Ihnen bei der Suche nach Programmen helfen.

Das Hauptziel der Palliativpflege besteht darin, Sie bei der Bewältigung der Symptome zu unterstützen, Ihre Lebensqualität zu verbessern und während Ihrer Krebserkrankung fundierte Entscheidungen zu treffen.

Quellen: Haroen H et al., BMC Palliative Care (2025); Amerikanische Krebsgesellschaft (2024); Misiąg W et al., Krebserkrankungen (2022); Nationales Krebsinstitut (2021).